Fleisch und Wurst war gestern!

Unsere tägliche Ernährung beeinflusst den Umgang von Nutztieren maßgeblich. Jährlich werden weltweit über 56 Milliarden Nutztiere gehalten, Tendenz steigend. Die Bedingungen für die Tiere sind meistens nicht nur erschreckend einschränkend, sondern oft qualvoll und grausam. Sich intensiv mit der eigenen Ernährung auseinander zu setzen ist sinnvoll, um diesem Tierleid ein Ende zu setzen. Eine pflanzliche Ernährung ist nicht nur gesund, sondern kann auch sehr abwechslungsreich gestaltet werden. Für einen leichteren Einstieg, genügt es die gewohnten tierischen Produkte auf dem Speiseplan zu reduzieren, und sich langsam umzustellen. Kuhmilch von Bio-Bauern, wie die Vier Jahreszeitenmilch, ist eine tolle Alternative zur herkömmlichen Milch, da hier die Jungtiere mit ihrer Mutter aufwachsen und gesäugt werden. Anders als in herkömmlichen Milchbetrieben, wo Jung- und Muttertier nach der Geburt herzzerreißend getrennt werden. An der Fleischtheke demnächst weiterzulaufen lohnt sich, denn Tierschutz fängt bei unserem Essen an.

Es summt und brummt, nicht!

So mancher freut sich über weniger Insekten im Garten, aber das Problem ist groß. Messungen der letzten 30 Jahre zeigen einen Insektenrückgang von 80% in ganz Europa. Wissenschaftler bestätigten zuletzt am 30.04.2019 auf der Artenschutzkonferenz in Paris, dass der Mensch Hauptursache für das Insektensterben ist. Agrarwirtschaft, Bergbau und Abholzung seien die Hauptursache für das Artensterben, dabei sind Insekten eine zentrale Grundlage bestehender Ökosysteme, nicht zuletzt durch die Bestäubung von Pflanzen. Eine Welt ohne Insekten ist undenkbar, deshalb sollte jeder helfen den Insekten Lebensraum und Nahrung bereit zu stellen. Wichtig sind Pflanzen die Nektar geben. Geranien sehen gut aus, bieten aber keinen Nektar für Insekten, im Gegensatz zur heimischen Fetthenne. Pestizide sollten komplett gemieden werden, sie sind nicht nur für Insekten schädlich, sondern auch für den Menschen. Wer noch etwas Platz im Garten hat, kann Bienen und anderen Krabblern mit einem Insektenhotel Lebensraum bieten. Generell gilt, Gärten und Balkone natürlich zu belassen, mit heimischen und nektarspendenden Pflanzen.

Wasserbüffel als Landschaftspfleger!

Das Naturschutzgebiet Tegeler Fließ wird seit dem 29. April wieder von Wasserbüffeln beweidet. Dabei geht es um die Offenhaltung von Feuchtwiesen, die ein wichtiger Lebensraum für bedrohte Tier- und Pflanzenarten sind. Die Tiere sollen den Holzwuchs zurückdrängen und weitere offene Stellen schaffen, damit seltene Arten weiter erhalten bleiben und zurückfinden können.

Achtung Trockenheit!

Die aktuelle Trockenheit bereitet vielen Tier- und Naturfreunden Sorge, wenn Wiesen wie Steppen aussehen, weil kaum Regen vom Himmel fällt. Auch wenn die Natur an anhaltende Dürreperioden seit Jahrmillionen gut angepasst ist, leiden einige Wildtiere besonders unter der Trockenheit. Vögel, Insekten und Kleinsäugetiere, wie Igel, haben es schwer an Wasser zu kommen, da Pfützen und Rinnsale nach Regenschauern schnell austrocknen. Deshalb bitten wir Gartenbesitzer, den Tieren, in trockenen Zeiten zu helfen. Kleine Wasserschalen in schattigen Plätzen genügen, um Igel und Co. mit Wasser zu versorgen. Die Schalen sind auf dem Boden für Igel gut erreichbar, für Vögel wird jedoch ein höher gelegener Platz empfohlen, um sie vor Fressfeinden wie Katzen zu schützen.

Müll statt Ostereier!

Müll im Wald muss nicht immer durch unachtsame Menschen verursacht sein, sondern kann auch durch Tiere, die bei der Futtersuche einen Mülleimer geplündert haben, entstanden sein. Das sieht nicht nur unschön aus, es ist auch gefährlich für die Waldbewohner. Bei gelegentlichen Spaziergängen sind wir uns nicht zu schade, das eine oder andere Stück Müll aufzuheben und mitzunehmen. Der Wald sieht danach wieder ein kleines Stück schöner aus und Tiere bekommen weniger Gelegenheit in Abfällen zu wühlen. So können Füchse, Waschbären und Igel sich bei Dosen schnell an der Schnauze verletzen oder im schlimmsten Fall stecken bleiben und daran ersticken. Vögel können sich leicht in herumliegenden Schnüren verfangen und daran zu Grunde gehen. Ihr Nachwuchs ist auch gefährdet, wenn Plastikfolie im Nest verbaut ist, so dass das Wasser nicht mehr abfliessen kann.

Hunde bitte anleinen

Im Wald gilt Leinenpflicht, vor allem zur jetzigen Zeit, in der Wildschweine ihren Nachwuchs bekommen. Diese sollen nicht durch hetzende Hunde verschreckt werden. Wildschweine greifen Menschen nur selten an und flüchten lieber als sich zu stellen. Gerät ein Keiler aber in Panik und sieht keinen Ausweg zum Flüchten, kann es passieren, dass er auch auf Menschen losgeht, um sich zu verteidigen. Gleiches gilt für Wildschweine mit Frischlingen. Werden diese bedroht, ist das Muttertier auch bereit anzugreifen.