Angst vor der Gespinstmotte!

Seit Frühjahrsbeginn sorgt die Gespinstmotte auch dieses Jahr wieder für Staunen und Erschrecken, wenn man die in gespenstische Netze gehüllten Bäume und Büsche sieht. Die Mottenart verbreitet sich in den letzten Jahren vermutlich durch die Klimaveränderung vermehrt aus. Die Netze der Motte stellen dabei einen Schutz vor Fressfeinden dar. Auch wenn einem beim Anblick der Bäume ein ungutes Gefühl überkommt, geht von Gespinstmotten keine Gefahr aus, denn Ende Juni ist der Spuk auch schon wieder vorbei und die befallenen Pflanzen treiben in der Regel erneut aus, ohne bleibende Schäden. Wir raten dringend davor ab die Tiere mit Chemikalien zu bekämpfen, da genug natürliche Fressfeinde der Motte vorhanden sind und diese meist durch die Chemikalien mitgetötet werden.

Enten füttern unerwünscht!

Enten, Fische und Wasservögel aller Art stürzen sich freudig auf die im Wasser landenden Brotstücken. Ein tolles Schauspiel und die Tiere sind doch hungrig, oder?
Auf der Greenwichpromenade in Tegel, wird trotz der Hinweisschilder des Gartenbauamtes Reinickendorf, besonders gern gefüttert. Wer denkt den Tieren damit etwas Gutes zu tun, hat sich geirrt, das Gegenteil ist der Fall. Gerade Brot ist für Wasservögel eher schädlich, da es keine Nährstoffe und zu viel Salz enthält. Des öfteren erkranken Vögel und Fische auch an schimmeligem Brot. Die Menge an Tierkot erhöht sich stark durch zusätzliches Füttern und beeinträchtigt dadurch die Wasserqualität, sowie die dort lebenden Tiere. In der Regel sind Wildtiere an ihre Umgebung gut angepasst und haben ein großes Angebot an natürlicher Nahrung. Übrigens gilt das Füttern von Wildtieren in Berlin als Ordnungswidrigkeit und kann sogar mit bis zu 5000 Euro geahndet werden.

Tierquälerei aus der Box

Am heutigen Sonntag fand leider wiederholt die Terraristikbörse in Tegel statt. Es schmerzt uns Tierfreunde, wenn exotische Reptilien und Amphibien, aus ihrem natürlichem Milieu entrissen und ins Wohnzimmer verfrachtet werden. Etwa 600.000 Reptilien kommen durch den Handel jährlich nach Deutschland, wobei bereits mehr als die Hälfte der Tiere durch Stress und die langen Transporte zu Grunde gehen. Die Verluste werden von Händlern rücksichtslos in Kauf genommen und sind von vornherein einkalkuliert. Die überlebenden Tiere kommen anschliessend in den Einzelhandel, wo sie in kleinen Plastikboxen teilweise für Jahre vorrätig gehalten werden. Wir bitten aus Liebe zum Tierschutz, Reptilienmessen nicht aufzusuchen und die Tiere in ihrem natürlichem Umfeld zu belassen, statt sie in gläserne Kästen zu verdammen.

Fleisch und Wurst war gestern!

Unsere tägliche Ernährung beeinflusst den Umgang von Nutztieren maßgeblich. Jährlich werden weltweit über 56 Milliarden Nutztiere gehalten, Tendenz steigend. Die Bedingungen für die Tiere sind meistens nicht nur erschreckend einschränkend, sondern oft qualvoll und grausam. Sich intensiv mit der eigenen Ernährung auseinander zu setzen ist sinnvoll, um diesem Tierleid ein Ende zu setzen. Eine pflanzliche Ernährung ist nicht nur gesund, sondern kann auch sehr abwechslungsreich gestaltet werden. Für einen leichteren Einstieg, genügt es die gewohnten tierischen Produkte auf dem Speiseplan zu reduzieren, und sich langsam umzustellen. Kuhmilch von Bio-Bauern, wie die Vier Jahreszeitenmilch, ist eine tolle Alternative zur herkömmlichen Milch, da hier die Jungtiere mit ihrer Mutter aufwachsen und gesäugt werden. Anders als in herkömmlichen Milchbetrieben, wo Jung- und Muttertier nach der Geburt herzzerreißend getrennt werden. An der Fleischtheke demnächst weiterzulaufen lohnt sich, denn Tierschutz fängt bei unserem Essen an.

Es summt und brummt, nicht!

So mancher freut sich über weniger Insekten im Garten, aber das Problem ist groß. Messungen der letzten 30 Jahre zeigen einen Insektenrückgang von 80% in ganz Europa. Wissenschaftler bestätigten zuletzt am 30.04.2019 auf der Artenschutzkonferenz in Paris, dass der Mensch Hauptursache für das Insektensterben ist. Agrarwirtschaft, Bergbau und Abholzung seien die Hauptursache für das Artensterben, dabei sind Insekten eine zentrale Grundlage bestehender Ökosysteme, nicht zuletzt durch die Bestäubung von Pflanzen. Eine Welt ohne Insekten ist undenkbar, deshalb sollte jeder helfen den Insekten Lebensraum und Nahrung bereit zu stellen. Wichtig sind Pflanzen die Nektar geben. Geranien sehen gut aus, bieten aber keinen Nektar für Insekten, im Gegensatz zur heimischen Fetthenne. Pestizide sollten komplett gemieden werden, sie sind nicht nur für Insekten schädlich, sondern auch für den Menschen. Wer noch etwas Platz im Garten hat, kann Bienen und anderen Krabblern mit einem Insektenhotel Lebensraum bieten. Generell gilt, Gärten und Balkone natürlich zu belassen, mit heimischen und nektarspendenden Pflanzen.

Wasserbüffel als Landschaftspfleger!

Das Naturschutzgebiet Tegeler Fließ wird seit dem 29. April wieder von Wasserbüffeln beweidet. Dabei geht es um die Offenhaltung von Feuchtwiesen, die ein wichtiger Lebensraum für bedrohte Tier- und Pflanzenarten sind. Die Tiere sollen den Holzwuchs zurückdrängen und weitere offene Stellen schaffen, damit seltene Arten weiter erhalten bleiben und zurückfinden können.

Achtung Trockenheit!

Die aktuelle Trockenheit bereitet vielen Tier- und Naturfreunden Sorge, wenn Wiesen wie Steppen aussehen, weil kaum Regen vom Himmel fällt. Auch wenn die Natur an anhaltende Dürreperioden seit Jahrmillionen gut angepasst ist, leiden einige Wildtiere besonders unter der Trockenheit. Vögel, Insekten und Kleinsäugetiere, wie Igel, haben es schwer an Wasser zu kommen, da Pfützen und Rinnsale nach Regenschauern schnell austrocknen. Deshalb bitten wir Gartenbesitzer, den Tieren, in trockenen Zeiten zu helfen. Kleine Wasserschalen in schattigen Plätzen genügen, um Igel und Co. mit Wasser zu versorgen. Die Schalen sind auf dem Boden für Igel gut erreichbar, für Vögel wird jedoch ein höher gelegener Platz empfohlen, um sie vor Fressfeinden wie Katzen zu schützen.